Die Kunst der Masken ist, einen Charakter zu kreieren, der man sein oder werden könnte. Es handelt sich um eine universelle Kultur, die sich auf jedem Level gesellschaftlicher Entwicklung wiederfindet. Auch in Europa sind Masken in regionalen Traditionen noch immer stark präsent, man denke nur an den Karneval in Venedig oder die Basler Fasnacht. Gleichermaßen nehmen Masken einen enormen Stellenwert in der zeitgenössischen Kunst ein. Da die Symbolkraft von Masken jedoch von Kultur zur Kultur variiert – von heiligen Masken in Afrika über satirische in der Commedia dell´arte oder als Komponente der Katharsis im Griechischen Theater – stellt sich die Frage: Was ist die Rolle von Masken in der Phantasie des modernen Menschen?
Den ausstellenden Künstlern gleich ist das gemeinsame Interesse für Maskenkultur. Aus unterschiedlichen Kunstrichtungen kommend, experimentiert jedoch jeder auf seine eigene Weise mit dem Konzept der Identität.
Eröffnung am 10.05.2014 um 19.00 Uhr
danach aftershowparty im Eschschloraque mit den DJs Soupe Totale Animal
Im Rahmen des interdisziplinären Ausstellungsprojekts „Bajo el concreto … la selva“ zeigen zentral- und südamerikanische KünstlerInnen und AktivistInnen ihre Werke, die repräsentativ für den gegenwärtigen Muralismo ihres Kontinents stehen. Mit ihren Wandmalereien richten sie sich gegen soziale und umweltpolitische Missstände, stellen diese dar und prangern sie an.
Neben ausgestellten Werken auf klassischen Medien wie Papier und Leinwand werden auch vor Ort Malaktionen stattfinden und ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Workshops und Screenings.